Pressecommuniqué, 14.07.15

Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten
und Primarschule» hat ihren Zweck erfüllt

Initiativkomitee zieht Schutzinitiative zurück und gründet «Verein Schutzinitiative»

Durch die Lancierung der Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» konnte der Sexualisierung unserer Kinder in frühen Jahren durch Kindergarten und Volksschule Einhalt geboten werden. Dieser Erfolg ohne Volksabstimmung hat das Komitee der Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» dazu veranlasst, die Volksinitiative zurückzuziehen. Das Komitee wird nun in den «Verein Schutzinitiative» umgewandelt. Dieser soll die weitere Entwicklung des Sexualkundeunterrichts in der Schweiz überwachen und die erforderlichen Massnahmen ergreifen, um Auswüchse zu verhindern. Der Verein wird Initiativ- und Referendumsstärke besitzen und seine Schutzfunktion effizient wahrnehmen können. Die vierteljährliche Zeitschrift «Schutzinitiative aktuell» mit einer Auflage von 30’000 Exemplaren wird weitergeführt.

Seit der Lancierung der Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» im Jahr 2011 wurden zahlreiche positive Ergebnisse erzielt:

  1. Die breite Öffentlichkeit wurde für das Thema des Sexualkundeunterrichts sensibilisiert.
  2. Bund und Kantone wurden veranlasst, sich mit der vom BAG propagierten Einführung von Sexualkundeunterricht ab Kindergarten zu befassen. Das Zustandekommen der Initiative mit 110’000 gültigen Unterschriften zeigt eindrücklich, dass die Bevölkerung die schleichende Einführung dieses Unterrichts nicht einfach hinnimmt.
  3. Weiter wurde erreicht, dass aus den Basler «Sexboxen» für Kindergarten und Primarschulen das pornografische Material entfernt und die unsensible Bezeichnung «Sexbox» abgeändert wurde.
  4. Das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule an der Pädagogischen Hochschule in Luzern, welches im Auftrag des BAG geschaffen worden war, wurde geschlossen und das BAG einmal mehr in die Schranken verwiesen.
  5. Bei der Erstellung des Lehrplans 21 wurde darauf geachtet, dass vor dem 10. Altersjahr der Kinder
    keine Einheiten von Sexualkundeunterricht vorgesehen werden. Im gesamten Lehrplan wurde auf die Verwendung des ideologisierten Ausdrucks «Gender» verzichtet.

Das Initiativkomitee hat vorgängig zu seinem Entscheid eine repräsentative Meinungsumfrage beim Institut DemoScope in Auftrag gegeben. Das Institut kam durch Befragung von 1’168 Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern aus allen Landesteilen zum Ergebnis, dass derzeit alle von der Volksinitiative formulierten Anliegen von einer Mehrheit der stimmberechtigten Bevölkerung unterstützt werden. Einzelheiten dazu werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Das Komitee zieht die Initiative nun dennoch zurück, weil es zur Überzeugung gelangt ist, besser nicht die kurzfristige Entscheidung an der Urne zu suchen, sondern die Kräfte in einer langfristigen Kampagne mit Schutzfunktion für Kinder bis zum vollendeten neunten Altersjahr und darüber hinaus zu bündeln. Die Umwandlung des Komitees in einen Verein und die Fortsetzung der operativen Tätigkeiten durch diesen Verein bewogen das Komitee fast einstimmig, den Strategiewechsel gutzuheissen.


Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an: www.schutzinitiative.ch
Nationalrat Dr. iur. Sebastian Frehner, 079 620 71 04
Prof. Dr. iur. Suzette Sandoz, a. Conseillère nationale, 021 728 82 02
Roberta Pantani, Consigliera nazionale, 079 621 02 85


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